Foto: Foot Bowl/Susanne Hägele
Die Allgäu Comets mussten am Samstag in der Kramski Arena eine deutliche Auswärtsniederlage hinnehmen. Beim Tabellenzweiten Pforzheim Wilddogs unterlag die Mannschaft aus Kempten mit 13:61. Dabei begann die Partie aus Sicht der Comets zunächst mit einem echten Ausrufezeichen, entwickelte sich anschließend jedoch zu einem schweren Nachmittag bei großer Hitze und gegen einen der formstärksten Gegner der GFL Süd.
Besonders bitter: Neben dem klaren Ergebnis mussten die Comets im Verlauf der Partie auch mehrere Verletzungen verkraften. Der Fokus richtet sich deshalb nun nicht nur auf die sportliche Aufarbeitung, sondern vor allem auch auf die Gesundheit der betroffenen Spieler.
Traumstart durch Trickspielzug
Die Comets erwischten den bestmöglichen Start in die Partie. Bereits im ersten Offense Play überraschte das Team die Gastgeber mit einem Trickspielzug. Gabe Quigley fand Elias Krailjevic über 75 Yards zum Touchdown, der anschließende Extrapunkt brachte die frühe 7:0 Führung.
Dieser Moment sorgte zunächst für Hoffnung und Energie auf Seiten der Allgäuer. Gleichzeitig erinnerte der Spielzug an das erste GFL Duell zwischen beiden Teams im Vorjahr, als die Wilddogs bei ihrer Premiere in der höchsten deutschen Spielklasse ebenfalls mit einem Trickspielzug gegen die Comets für Aufsehen gesorgt hatten.
Doch Pforzheim antwortete schnell. Quarterback Drequan Harris führte die Wilddogs über das Feld und fand Luca Faschian zum Ausgleich. Danach kippte das Spiel deutlich in Richtung der Gastgeber.

Turnover bringen Pforzheim ins Rollen
Vor allem die aggressive Defense der Wilddogs prägte die erste Halbzeit. Zwei Interception Return Touchdowns durch Nick Oliver und Nathan Kalemba sorgten früh für klare Verhältnisse. Aus der anfänglichen Comets Führung wurde noch im ersten Viertel ein 7:21 Rückstand.
In der Folge fanden die Allgäuer offensiv kaum noch Rhythmus. Pforzheim erhöhte weiter das Tempo und nutzte nahezu jede gute Feldposition konsequent aus. Zur Halbzeit lagen die Comets bereits mit 7:45 zurück.
Die Zahlen zeigen, wie effizient die Wilddogs an diesem Tag agierten. Drequan Harris brachte 19 seiner 22 Pässe für 296 Yards und vier Touchdowns an. Zudem erzielte er selbst einen Rushing Touchdown. Running Back Theo Michel kam auf 105 Yards am Boden und einen weiteren Touchdown. Auf Seiten der Comets blieb der frühe 75 Yard Touchdown auf Elias Krailjevic der auffälligste offensive Höhepunkt.
Hitzeschlacht und Verletzungssorgen
Bei Temperaturen von über 30 Grad wurde die Partie im zweiten Durchgang zunehmend zur Belastungsprobe. Die Comets kämpften weiter, mussten aber zusätzlich mehrere verletzungsbedingte Ausfälle hinnehmen. Unter anderem erwischte es Wide Receiver Elias Krailjevic sowie Daniel Moradi. Beiden Spielern und allen weiteren angeschlagenen Akteuren wünschen die Allgäu Comets eine schnelle und vollständige Genesung.
Trotz der schwierigen Umstände gab es auch nach der Pause einzelne positive Momente. Die Defense konnte zwei Interceptions gegen Harris verbuchen, Josh Dutton und Richard Scheel fingen jeweils einen Pass ab. Zudem eroberte Beau Priegnitz im vierten Viertel einen Fumble.
Dennoch blieb Pforzheim klar überlegen. Die Wilddogs erhöhten weiter und entschieden das Spiel letztlich mit 61:13 für sich.
Schnelle Reaktion gefordert
Für die Allgäu Comets bleibt kaum Zeit, diese Niederlage zu verarbeiten. Bereits am kommenden Wochenende kommt es im Illerstadion in Kempten zum direkten Rückspiel gegen die Pforzheim Wilddogs.
Die Aufgabe wird nicht einfacher. Pforzheim präsentierte sich in der Kramski Arena als eines der stärksten Teams der Liga und bestätigte seine Rolle in der Spitzengruppe der GFL Süd eindrucksvoll. Für die Comets geht es nun darum, die Fehler aus dem Auswärtsspiel schnell aufzuarbeiten, die angeschlagenen Spieler bestmöglich zu unterstützen und vor heimischer Kulisse eine Reaktion zu zeigen.
Autor: PassionPress.eu




