Foto: Susanne Hägele
Die Allgäu Comets haben sich im richtungsweisenden Duell gegen die Straubing Spiders mit 24:20 durchgesetzt und damit den ersten Saisonsieg in der Effect Energy GFL eingefahren. In einer intensiven und bis in die Schlussminute offenen Partie zeigte das Team aus Kempten vor heimischem Publikum vor allem nach starkem Beginn, aber auch in der entscheidenden Schlussphase die nötige Entschlossenheit.
Die Comets legten früh den Grundstein für den Erfolg, mussten im weiteren Verlauf zwar eine zwischenzeitliche Führung der Gäste hinnehmen, fanden in den entscheidenden Momenten jedoch die richtigen Antworten. So wurde ein spannender Football Nachmittag am Ende mit einem wichtigen Erfolgserlebnis belohnt.
Starker Auftakt bringt Kempten früh nach vorne
Die Allgäu Comets erwischten einen Start nach Maß. Nach einem starken Kickoff Return setzte die Offense direkt das erste Ausrufezeichen. Quarterback Brad Jones führte sein Team überzeugend über das Feld, wobei vor allem Tight End Gabriel Quigley früh kaum zu stoppen war. Quigley war mehrfach die entscheidende Anspielstation und fing schließlich auch den Pass zum Touchdown, der die Comets mit 7:0 in Führung brachte.
Auch im nächsten Ballbesitz blieben die Gastgeber konsequent. Nachdem die Straubing Spiders durch eine Interception ausgebremst worden waren, nutzten die Comets das Momentum erneut. Wieder war Quigley ein zentraler Faktor im Passspiel, ehe Benedikt Schulz den Ball aus kurzer Distanz zum 14:0 in die Endzone brachte.
Mit dieser frühen Führung hatten sich die Allgäuer nicht nur das Momentum gesichert, sondern auch die Richtung der Partie zunächst klar vorgegeben. Die Defensive zwang Straubing früh zu Fehlern und die Offense nutzte die sich bietenden Chancen effizient.
Straubing kommt zurück, Comets bleiben ruhig
Im weiteren Verlauf fanden die Gäste besser in die Partie. Kurz vor der Halbzeit verkürzten die Straubing Spiders durch Anthony Green Jr. auf 7:14 und hielten das Spiel damit offen. Nach der Pause legte Straubing weiter nach und kam bis auf einen Punkt heran, ehe das Spiel im Schlussviertel sogar kurzzeitig kippte.
Dabei trat Straubing mit einem neuen Quarterback an, der vor dem Spiel nicht groß angekündigt worden war. Raleigh Yeldell war zuvor in der IAL bei den Düsseldorf Warriors eingeplant und ist in Deutschland unter anderem auch aus der GFL 2 sowie von den Hamburg Pioneers bekannt, für die er zwei Jahre spielte. Die Comets mussten sich also auf eine neue Konstellation einstellen, blieben jedoch auch in dieser Phase fokussiert.
Trotz der zwischenzeitlichen Führung der Spiders behielt Kempten die Ruhe. Ein langes Field Goal von David King hatte zuvor bereits wichtige Punkte gebracht und auch in der schwierigsten Phase wirkte das Team nicht hektisch, sondern blieb bei seiner Linie.
Entscheidung durch Defense und Nervenstärke
Als Straubing im Schlussviertel mit 20:17 in Führung gegangen war, drohte das Spiel endgültig zu kippen. Doch genau in diesem Moment zeigten die Allgäu Comets Charakter. Nach einem gestoppten vierten Versuch der Gäste und einem folgenschweren Fumble tief in der Straubinger Hälfte brachte sich Kempten wieder in hervorragende Ausgangsposition.
Henry Boehncke sicherte den Ballgewinn für die Comets und wenig später war es erneut Benedikt Schulz, der seine starke Leistung veredelte und den Touchdown zur 24:20 Führung erzielte. In der Schlussphase verteidigte Kempten dann mit allem, was auf dem Feld war, und machte den Sieg endgültig perfekt, als David King den letzten Passversuch der Gäste abfing.

Damit sicherten sich die Allgäu Comets nicht nur den ersten Saisonsieg, sondern auch ein wichtiges Erfolgserlebnis in einem Spiel, das über weite Strecken von Spannung, Wendungen und großem Einsatz geprägt war. Nach starkem Beginn, einer schwierigen Phase im zweiten Durchgang und einer nervenstarken Antwort im Schlussviertel stand am Ende ein Sieg, der für Selbstvertrauen und positive Energie sorgen dürfte.
Die Allgäu Comets haben in diesem Duell gezeigt, dass sie auch in engen Situationen handlungsfähig bleiben, auf Rückschläge reagieren und Spiele in entscheidenden Momenten für sich entscheiden können. Genau diese Qualität machte am Ende den Unterschied.
Autor: PassionPress.eu
14. Juni 2026




