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Drucken Top Mitteilung von Dresden Monarchs vom 04.09.2016

Heimrecht im Viertelfinale

Die Dresden Monarchs haben ihr letztes Spiel der regulären Saison bei den Hamburg Huskies gewonnen. Dank der Schützenhilfe des Meisters Braunschweig, der parallel die Berlin Rebels bezwang, werden die Sachsen zum vierten Mal hintereinander Zweiter in der GFL Nord. Das Spiel in Hamburg endete 7:63.

Ein herrlicher letzter Spieltag der regulären Saison. An der Spitze der GFL Nord war nahezu noch alles möglich. Die vier PlayOff Teilnehmer standen zwar schon fest, aber in welcher Reihenfolge sie die Tabelle abschließen würden und wer am Ende die Gunst der Heimspiele in der KO-Runde genießen würde, stand völlig offen. Dresden war dabei in einer zunächst undankbaren Situation. Ein Sieg in Hamburg – Pflicht! Doch wie sehr man sich dabei mühte – das alles wäre nutzlos, wenn es nicht gleichzeitig Schützenhilfe aus Braunschweig gibt. Dresden erfüllte seine Pflicht in Hamburg mit Bravour. Dank starker und konzentrierter Leistung auf allen Seiten des Balles. Offense, Defense, Specials – alle hatten einen guten Tag.

Die Monarchs stolperten sich zunächst ein wenig ins Spiel. Ein sehenswerter erster Drive endete kurz vor der Endzone auch nach einem ausgespielten vierten Versuch ohne Punkte. Hamburg übernahm – und gab den Ball gleich wieder zurück. Fumble Hamburg und Dresdens Jordan Glass eroberte den Ball. Dresden nahm das Geschenk gern entgegen und machte prompt die ersten Punkte: Touchdownpass von Brandon Connette auf Hendrik Hinrichs (PAT Franz Kammel 0:7). Doch auch Hamburg schien zunächst gewillt mehr als nur mitzuspielen. Quarterback Jerry Lovelocke dirigierte seine Offense überlegt und konsequent übers Feld und erntete zwei Minuten vor dem ersten Seitenwechsel verdient den Lohn: 12 Yard Pass auf Diego Sanchez zum Ausgleich (PAT Benjamin Hamelmann 7:7). Doch danach trat nur noch Dresden aufs Gas! Und wie. Den fälligen KickOff konnte Trevar Deed schon bis kurz vor die Hamburger Endzone returnieren. Dresdens Offense nahm Aufstellung, Hamburgs Defense drohte mit Blitzen, QB Connette wartete und ließ die heranrasenden Verteidiger mit einer verzögerten Ballübergabe an Donald Russell gekonnt ins Leere laufen. Russell hatte freies Feld und ging unberührt zum nächsten Touchdown (PAT Kammel 7:14). Dieses Spielchen wiederholte sich ein paar Minuten später auf fast schon beängstigend identische Weise. Guter Return Deed, Blitzende Hamburger, abwartender Connette, geduldiger Russell – Touchdown! Und so langsam machte sich ein Grummeln in den Reihen der Dresdner Verteidigung bemerkbar. Die kamen kaum zum Luftholen, so schnell waren die Offensekollegen immer wieder mit Punkten runter vom Feld. Und Hamburg machte es ihnen mit zahlreichen Fehlern immer wieder leicht. Der nächste Fumble noch in der eigenen Hälfte – Dresden brauchte mal ganze zwei Versuche eh Micky Kyei zum nächsten Touchdown bereitstand (PAT Kammel 7:28). Zwischen diesen beiden Scores war die Gameclock gerade mal gut 30 Sekunden weitergelaufen! Und Dresden machte weiter. Noch drei Touchdowns vor der Halbzeitpause sollten folgen. Zwei von Donald Russell und einer von Sebastian Sagne. Halbzeitstand 7:49.

Dresden hatte einen unglaublichen Lauf und konnte jeden Fehler, jede Unachtsamkeit der Gastgeber postwendend in Punkte verwandeln. Das sah klasse und ziemlich überlegen aus. Und doch wussten alle: bis jetzt war das alles schön, doch brotlose Kunst! Bliebe die Schützenhilfe in Braunschweig aus, würden auch noch so viele Punkte gar nix nützen.

Dresden war sich dessen bewusst und schaltete in Halbzeit zwei einen Gang runter. Die Starter wurden geschont und sahen ihrerseits einem spielfreudigen zweiten Anzug zu. Zwei Scores folgten noch im vierten Viertel. Dresdens zweiter Spielmacher Ferras El-Hendi bediente Oliver Braunsdorf mit einem 5-Yard Pass. Und Friedrich Eggers eroberte einen weiteren Hamburger Ballverlust und trug ihn diesmal gleich selbst in die Endzone. Endstand: 7:63.

Knapp 200 Kilometer weiter südlich hatte das Spiel Braunschweig gegen Berlin eine Stunde später begonnen. Und so bejubelten etwas später ausnahmsweise die Monarchs mal völlig zurecht einen Sieg der Lions. 35:7 für den alten und neuen Nord-Meister. Und damit sicher Platz zwei für die Dresden Monarchs inklusive Heimrecht im Viertelfinale. Das steigt in 14 Tagen, diesmal an einem Sonntag, den 18. September im Dresdner Heinz-Field. Gegner ist dann der Drittplatzierte der GFL Süd.

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